In Kooperation mit der Katholischen Akademie Stapelfeld fand vom 1. – 3.9. die LARP-Freizeit „Gnadenstoß“ zum Reformationsjahr statt. Neben der Gruppe an Jugendlichen waren die Teilnehmenden gute 11 – 55 Jahre jung. Eine faszinierende Mischung aus jung und alt, die gemeinsam diese Freizeit erlebten.

Die ungefähr 35 Teilnehmenden versetzten sich von Freitag bis Sonntag in mittelalterliche Rollen und waren Pilgerer oder Bewohner der Stadt Porta Gratiae. Diese Stadt wurde von einem jungen Fürsten beherrscht und die EINHEIT (eine kirchenähnliche Institution) repräsentierte das GROßE GANZE. Die priesterlichen Persönlichkeiten ermahnten die Bewohner zu Bußhandlungen, durch die man Glücks- und Gnadenpunkte erwerben konnte und dadurch auch im Ansehen steigen konnte.

Im freien Rollenspiel wurde das System anfangs sehr freudig genutzt, dann aber kritisch hinterfragt, bis schließlich radikale Studenten das System angriffen. Führende Lehrpersonen lieferten sich an der Universität harte Wortgefechte. Nachdem es schließlich zu einer Vergiftung und ein Mensch an den Pranger kam, griff dann doch der Fürst mit der Macht des Schwertes ein.

Die ausführliche Reflexion am Sonntag erkannte eine kritische Übertragung auf die heutige Leistungsgesellschaft in Schule und Beruf, sowie das Problem in der virtuellen Welt „geliked“ zu werden.

Das komplette Spiel wurde mitgefilmt. Der Film ist hier zu sehen.

Es war eine außerordentlich gute  Kooperation mit der Katholischen Akademie Stapelfeld, die sich auch finanziell für die Maßnahme einsetzte. Die Ev.-Luth. Kirche Oldenburg versagte hingegeben ihre finanzielle Unterstützung. Der Ausschuss, der Maßnahmen zur Reformation fördert meinte, die Maßnahme entspräche nicht ihrer theologischen Ausrichtung. Kritisch darf man hier hinterfragen, ob die beiden Kirchen im Laufe der letzten Jahrhunderte ihre Rolle gewechselt haben. (js)

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